Tres Noir bei der Optik-Trendmesse in München

Geschrieben von Dirk am 21. Januar 2010 | Abgelegt unter Blog | Keine Kommentare

TN-booth-at-Opti-10Endlich, vergangenes Wochenende, war es mal wieder so weit. Wir waren wieder dabei bei der opti in der Neuen Messe München, um unsere Sonnenbrillen zu präsentieren. Natürlich waren wir voll in unserem Style unterwegs, und allein das schon zeigte deutlich, wie sehr wir uns unterscheiden von wirklich allem, was es sonst auf dem Brillenmarkt gibt. Ob es Rock’n'Roll ist, Lifestyle, irgendeine Art von Authentizität – das alles scheinen noch immer Fremdworte zu sein in dieser Branche.

Nichtsdestotrotz ließen wir uns nicht unterkriegen und zeigten uns einfach so, wie wir sind – laut, stark, rebellisch. Während die anderen mit diversen eher beliebigen Showeinlagen und Musik versuchten, auf sich aufmerksam zu machen, war es bei uns allein schon die Tres-Noir-Farbe Schwarz, die uns von der Masse abhob. Außerdem konnten wir regelmäßig beobachten, wie etliche Besucher an unserem Stand vorbei schlichen und dabei wie verschüchtert auf unsere Model-Fotos schielten. Eines wurde daran aber besonders deutlich: Gerade die jüngeren Besucher zeigten sich sehr aufgeschlossen und interessiert und verstehen auch unsere Message. Klar kann man sagen: Rock’n'Roll, das ist was für die junge Generation. Aber sind nicht auch die älteren schon damit aufgewachsen? Haben sie es einfach vergessen? Und vor allem: Sind denen die Interessen ihrer jungen Kunden grad egal?

Auf alle Fälle kann man konstatieren, dass die Augenoptiker sich schwer tun mit Originalen. Sie hängen in ihrem Denken vielleicht noch immer den alten Zeiten nach, wo es üblich war, sich als Augenoptiker im weißem Kittel zu präsentieren. Ein Sinn für Kreativität und authentische Produkte scheint aber nicht zu ihrem Inventar zu gehören.
meeting-Astra
Zum Glück waren wir auf alles vorbereitet – na ja, zumindest auf das meiste – und hatten uns ein paar Kisten Astra vom Kiez eingepackt, das wir dann auch zur Aufheiterung immer mal wieder genossen haben. Das war auch nötig angesichts der Blüten, die der Marketingwahnsinn mancher Firmen teils treibt. Wenn sich etwa ic! berlin damit brüstet, unter einer angegebenen Nummer deren Chef jederzeit erreichen zu können, deutet das noch allenfalls darauf hin, dass der offenbar nicht ausgelastet ist. Fragwürdiger stellt sich allerdings die Marketingmaßnahme derselben Firma dar, in der die aktuelle Kollektion den zivilen Opfern des Irakkrieges gewidmet wird. Was ein Krieg um Öl mit Fashion zu tun haben sollte, blieb uns schleierhaft. Aber immerhin: Unsere dänischen Nachbarn von Inface betrieben ihre Aktionen auf anderem Parkett. Zwei Mädels präsentierten die Ware alle zwei Stunden auf dem Laufsteg und so gab es immerhin etwas zu sehen für uns. Verkaufen tun die Jungs zwar die gleichen langweiligen Brillen wie die meisten anderen, aber sie haben sich redlich um uns gekümmert, sei es mit einem Gläschen Champagner hier, einem Kaffee dort, oder auch einfach nur einem netten Plausch.

Alles in allem ist klar geworden: Der Lifestyle von Rock’n'Roll, Kustom Kulture, Hot Rod, aber auch Authentizität und Original – das alles ist jetzt auch in Europa im Kommen, und es braucht nur noch ein paar Momente, bis es eine Mehrheit der Leute in den Köpfen hat. Und dann ist Tres Noir in der ersten Reihe mit dabei.

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