Am Sonntag war Punktag im Fundbureau in Hamburg. Als Hauptact war Skate- und Punklegende Duane Peters mit seinen U.S. Bombs angekündigt. Doch zunächst gab es eine kleine Überraschung.


Im Vorprogramm spielte die Hamburger Band Highschool Nightmare. Die bieten gefälligen und melodiösen Punk à la Green Day, manchmal auch etwas härter. Das Publikum war darauf allerdings nicht eingestellt, und so gab es zwar Applaus, die Bewegungen blieben aber eher steif. Eine lohnende Darbietung dennoch, und wer die Möglichkeit hat, sollte sich die Band bei nächster Gelegenheit mal ansehen. Dem Geschmack der Audienz – und diese der Bühne – kamen dann Reno Divorce näher. Sie spielen dabei aber recht altbacken und man merkt ihnen allzu deutlich ihre Routine an. Etwas wirklich neues gab es hier nicht, dafür aber soliden Old-School-Punk. Den brachte auch Duane Peters mit seinen U.S. Bombs auf die Bühne – aber wie! Dieser Mann hat Rock’n'Roll in den Adern und mit seinen 48 Jahren nichts an Power eingebüßt. Vielleicht kann er heute nicht mehr neue Tricks auf dem Skateboard erfinden, aber auf der Bühne hat er eine Präsenz, wie man sie nur von Superstars erwartet. Ständig in Bewegung, exzentrisch, die ersten beiden Songs lang war er noch bekleidet, dann aber zeigte er seinen tätowierten Oberkörper. Nur das Cap und die Tres Noir Waycooler behielt er bis zum Ende auf. Nach einer guten Stunde gabs noch eine Zugabe, unser geplantes Interview musste aber leider ausfallen. Er fühlte sich krank und müde, so sagte er. Zum Glück hat man davon immerhin auf der Bühne aber nichts gemerkt.


















